Wieso meine Geschichte loszulassen das einzig Richtige war

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Hi ihr Lieben,

einige Wochen sind seit meinem letzten Post vergangen. Mir war einfach nicht nach bloggen und deshalb habe ich es dann gelassen. Aber nun ist die Pause vorbei (genauso wie mein Urlaub) und ich habe große Neuigkeiten: Mein aktuelles Projekt liegt auf Eis. Dafür habe ich mich einer neuen Story zugewendet.

Vor welchen Problemen ich stand

Die letzten Wochen habe ich nicht nur zum Entspannen genutzt. Nein, ich habe fleißig an meinem Manuskript geschrieben und gemerkt, dass ich mein Konzept überdenken muss. Ich kam zu dem Schluss, drei von fünf Perspektiven zu streichen. Das war keine einfache Entscheidung, aber so schmerzhaft sie war, ich habe sie getroffen. Meine Geschichte verdient das beste Set-Up, das ich ihr geben kann und dazu gehört auch unnötige Passagen zu streichen.

So weit, so gut, ich habe drei Perspektiven gestrichen und saß natürlich vor einem Kuddelmuddel an Manuskript und musste mir überlegen wie ich weitermachen will. Will ich komplett neu starten? Oder das Vorhandene überarbeiten, Passagen neu schreiben und das Manuskript dann fortführen? Die Antwort ist: Ich wähle keine der genannten Optionen. Ich lasse das Manuskript ruhen und widme mich einer anderen Geschichte.

Was ich gelernt habe

Sicher denkt ihr jetzt, dass ich mich vor der Herausforderung drücke und auch ich habe im ersten Moment gedacht ich würde aufgeben und scheitern. Warum das nicht so ist? Ich habe jahrelang an dieser Idee geschrieben. Daraus sind drei längere und kürzere Versionen entstanden, die alle in sich unterschiedlich waren. Nicht nur der Schreibstil oder das Storytelling an sich war anders, sondern auch die Handlung.

Ich habe viel ausprobiert, viele Charaktere entworfen und wieder fallen lassen. Ich habe verschiedene Perspektiven genutzt, habe unterschiedliche Konflikte kreiert und mit meiner Idee gespielt. Und trotz allem habe ich keine Idee, keinen Entwurf, kein Konstrukt, wo ich sage: DAS ist es!

Welche Folgen das hatte…

Wenn man wie ich jahrelang an ein und derselben Geschichte sitzt, kann es passieren, dass man nur noch schreibt, weil man zu stur ist aufzuhören. Darauf haben mich meine zwei engsten Freundinnen (die selbst schreiben) gestoßen und ich bin ihnen sehr dankbar dafür, diese kritischen Fragen gestellt zu haben. Mir ist der Spaß an der Geschichte verloren gegangen. Es ist mühsam, frustrierend und zäh geworden. Meine Leidenschaft und Kreativität haben darunter gelitten. Es wird Zeit mich etwas Neuem zuzuwenden und mich weiterzuentwickeln; eine neue Geschichte zu schreiben und weiter zu lernen.

Wie ich damit umgehe

Ich sehe es nicht als Scheitern, meinen ersten Roman nicht beendet zu haben. Bei dem Versuch habe ich viel gelernt (verdammt viel!) und das wird mir bei meiner Entwicklung helfen. Ich freue mich riesig auf mein neues Projekt und manchmal ist ein erster Versuch eben nur das: ein erster Versuch. Wer weiß, ob ich meine erste Idee nicht doch irgendwann zu Papier bringen kann oder ob sie einfach nur dazu da war, meinen Weg zu finden… Gestern habe ich begonnen an meinem zweiten Projekt zu arbeiten. Da ich noch in der Findungsphase bin, möchte ich nichts verraten, aber irgendwann wird die Story so gefestigt sein, dass ich sie mit euch teilen kann.

Liebe Grüße,
Jaana.

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